CD & DVD-REVIEWS:

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

JOHN DIVA: Mama Said Rock Is Dead

Mit ihrem Debütalbum schauen die als erstklassige Live-Unterhalter bekannten JOHN DIVA & The Rockets Of Love dieser Tage ums Eck.. Ganz schön viel 80er, findet unser Rezensent.

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

Walter Trout - Survivor Blues

Doppeldeutig kommt Walter Trout bei seiner aktuellen Scheibe „Survivor Blues” um die Ecke, ist er doch vor nicht also langer Zeit selbst dem Tod gerade noch von der Schüppe gesprungen. Hier erweckt er aber (fast) vergessene Blues-Perlen zu neuem Leben, wie man HIER lesen kann.

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

Haben noch Dampf: Die SCORPIONS. Alle Fotos: Niels Holger Schmidt
Haben noch Dampf: Die SCORPIONS. Alle Fotos: Niels Holger Schmidt

BILDERSTRECKE: Die SCORPIONS in Köln

Rock statt Rente

Viele Rockbands machen gerade spektakulär Schluss, und eigentlich hatten auch die SCORPIONS vor, in Rente zu gehen. Doch aus ihrer Abschiedstour ist inzwischen die Geburtstagstour zum 50-jährigen Bestehen geworden. 

Noch immer mit großer Pose: Klaus Meine.
Noch immer mit großer Pose: Klaus Meine.

Mit einem guten halben Jahr Verspätung – damals war Sänger Klaus Meine unpässlich -  holten die Skorpione jetzt die Party in der nicht komplett gefüllten Lanxess-Arena nach.

Und wie ein Zeichen dafür, dass die Band sich nicht im Glanz vergangener Großtaten sonnt, sondern auch noch relevante neue Alben vorlegt, gab’s gleich zur Eröffnung mit „Going out with the Bang“ einen Song vom jüngsten Album „Return to Forever“. Videoexplosionen flimmerten über die gewaltigen Videoleinwände auf der ansonsten ziemlich spartanisch ausgestatteten großen Bühne, auf der die Rocker zeitweise ein wenig verloren wirkten. Posing und große Gesten dosierten die Scorps anders als in früheren Zeiten eher sparsam, für die Show sorgten die Effekte auf der Leinwand. Die Leute weiter hinten in der Arena dürfte es gefreut haben, bekamen sie doch so auch etwas zu sehen. 

 

Bestens eingespielt_ Rudolf Schenker (Li.) und Matthias Jabs.
Bestens eingespielt_ Rudolf Schenker (Li.) und Matthias Jabs.

Was folgte, war ein Hit-Feuerwerk, das die Band routiniert umsetzte. Mit im Set war auch ein Vintage-Block mit eher selten oder lange nicht live gespielten Tracks wie „Top of he Bill“ und Speedy’s Coming“, an die sich viele der Besucher vermutlich ebenso gut erinnern konnten wie an die früheren Auftritte in der legendären Sporthalle. Die Alten werden den Jungen im Publikum hinterher berichtet haben, wie unvergleichlich viel besser Atmosphäre und Sound in der legendären Kölner Sporthalle im Vergleich zur Lanxess-Arena waren, deren Akustik zumindest auf den Rängen eine Zumutung ist. Vielleicht lag’s auch daran, dass der Funke fast die gesamten 100 Minuten lang nicht so recht überspringen wollte und sich die Besucher erst im Zugabenteil zur „Rock you like a Holiday“ von ihren Sitzplätzen erhoben.

Dabei wurde gegeben, was die Fans erwarten: „Blackout“, „Coast to Coast“, „The Zoo“, „Big City Nights“ und „No one like you“. Natürlich fehlte auch das unvermeidliche „Wind of Change“ nicht, das offensichtlich auch manchen der Besucher seinerzeit zum SCORPIONS-Fan gemacht hat. Und zur Ballade „Still loving you“ wurden hier und da verklärte Blicke ausgetauscht – waren das noch Zeiten, als man zu der Schmalzballade seine Angebetete anschmachtete. Zwischendurch gab’s immer wieder Songs neueren Datums wie „We built this house“ und „Rock’n’Roll Band“. Auch für einen kleinen Acoustic-Set, eröffnet von „Always Somewhere“, war Platz.

 

Jetzt bei den SCORPIONS: Mikkey Dee.
Jetzt bei den SCORPIONS: Mikkey Dee.

Für einen Gänsehaut-Moment sorgt ein kleines MOTÖRHEAD-Tribute: Deren Drummer Mikkey Dee verprügelt inzwischen bei den SCORPIONS die Felle und durfte bei „Overkill“ und einem Schlagzeug-Solo zeigen, was er drauf hat, während sein verstorbener Bandboss Lemmy hinter ihm über die Leinwand flimmerte. Den Blondschopf hinter die Kessel zu setzen, war eine der besseren Ideen der SCORPIONS: Dee tobte wie ein Derwisch hinter der Schießbude und trat Meine, der erstaunlich gut bei Stimme war, den Gitarristen Rudolf Schenker und Matthias Jabs sowie Bassist Paweł Mąciwoda, die ihren Stiefel abgeklärt durchzogen, doch noch ein wenig in den Hintern. Onkel Hotte

Eine große Bilderstrecke git er HIER

Das wurde gegeben:

Going Out With a Bang

Make It Real

The Zoo

Coast to Coast

Top of the Bill / Steamrock Fever / Speedy's Coming / Catch Your Train

We Built This House

Delicate Dance

Always Somewhere / Eye of the Storm / Send Me an Angel (Akustik-Medley)

Wind of Change

Rock 'n' Roll Band

Dynamite

Overkill (Motörhead Tribute)

Drum Solo Mikkey Dee

Blackout

No One Like You

Big City Nights

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Still Loving You

Rock You Like a Hurricane