CD & DVD-REVIEWS:

AVANTASIA – Moonglow

Tobias Sammet ist bekanntlich ziemlich rührig. Auf „Moonglow“ wartet er mit reichlich Bombast und Promis auf. WEITERLESEN

JOHN DIVA: Mama Said Rock Is Dead

Mit ihrem Debütalbum schauen die als erstklassige Live-Unterhalter bekannten JOHN DIVA & The Rockets Of Love dieser Tage ums Eck.. Ganz schön viel 80er, findet unser Rezensent.

ACCEPT - Symphonic Terror

Das Zusammenspiel von Metalband und Symphonie Orchester probieren die Teutonen-Metal-Veteranen auf dem aktuellen Live-Silberling „Symphonic Terror". Fast gleichzeitig m,it erscheinen haut Basser Peter Baltes in den Sack,  wie man HIER lesen kann..

Walter Trout - Survivor Blues

Doppeldeutig kommt Walter Trout bei seiner aktuellen Scheibe „Survivor Blues” um die Ecke, ist er doch vor nicht also langer Zeit selbst dem Tod gerade noch von der Schüppe gesprungen. Hier erweckt er aber (fast) vergessene Blues-Perlen zu neuem Leben, wie man HIER lesen kann.

THUNDER - Please Remain Seated

Die britischen Classic-Rocker THUNDER liefern ja regelmäßigen überzeugend erstklassige Hardwurstware ab. Diesmal sind sie allerdings ungewohnt ruhig unterwegs, wie man HIER lesen kann.

BILDERSTRECKE:

Don Airey & Friends in Dortmund

Er rockt das intime Musiktheater Piano in Dortmund ebenso wie die nur einen Steinwurf entfernte große Westfalenhalle: Wenn sein Hauptbrötchengeber DEEP PURPLE, der locker die Arenen füllt, gerade eine der seltenen Tourneepausen einlegt, bearbeitet der immerhin schon 69-jährige Vollblutmusiker eben die Tasten in kleinen Clubs. Dabei kann Airey beim eigenen Repertoire wie kaum ein Zweiter aus dem Vollen schöpfen. Die Setlist war gespickt mit Klassikern seiner bisherigen Bands – von den alles überragenden Rainbow über Colosseum II, Whitesnake und eben Purple. Auch für Ozzy Osbourne und Gary Moore spielte er schon die Orgel. Sein Gesamtwerk bringt es bislang auf rund 280 Alben, im Mai kommt ein weiteres Solo-Album dazu, von dem der Brite im gut gefüllten Saal schon mal zwei Kostproben gab. Aber vor allem bei den Classic-Rock-Klassikern von Rainbow wie „Spotlight Kids“, dem technisch anspruchsvollen „Difficult to cure“ (Airey: „We called it difficult to play“) und „All Night long“ stellte der Brite unter Beweis, dass er bei der Auswahl der Musiker für seine Zweitband ein deutlich besseres Händchen hat als sein früherer Mitstreiter Ritchie Blackmore, dessen jüngste Rainbow-Inkarnation von Don Airey & Friends im direkten Vergleich locker an die Wand gespielt würde. Carl Sentance, der neuerdings bei Nazareth die Reibeisenstimme Dan McCafferty würdig ersetzt, erwies sich auch in Dortmund als stimmlich überaus vielseitiger Frontmann, der Titel solch unterschiedlicher Sänger wie Ronnie James Dio, Ozzy Osbourne und Ian Gillan und Graham Bonnet glaubwürdig rüberbringt – auch wenn er mit Minipli und Holzfällerhemd optisch eher an Wolle Petry erinnert. Der große Meister der Keys ließ immer wieder sein Können aufblitzen, hielt sich aber mit eigenen Soli bescheiden zurück und gab stattdessen den Klasse-Musikern Simon McBride an der Gitarre,  Laurence Cottle am Bass und Schlagzeuger Jon Finnigan viel Raum, sich zu entfalten. Das war vielleicht auch das einzige Manko an diesem Abend: Man hätte sich gewünscht, dass der klassisch geschulte Bach-Verehrer ein bisschen öfter allein in die Tasten gehauen hätte. - ONKEL HOTTE