CD & DVD-REVIEWS:

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

BILDERSTRECKEN: Gene Simmons & THUNDER bei ROCKS

Wenn Onkel Gene zur Party kommt

Das war kein in doppelter Hinsicht einmaliges Konzert am 20. Juli in der Turbinenhalle Oberhausen: Einerseits feierten die Kollegen des Musikmagazins ROCKS ihr zehnjähriges Bestehen. Andererseits war es hierzulande die einzige Gelegenheit, KISS-Fronter Gene Simmons mit seiner Soloband zu erleben. Eigentlich ein Pflichttermin für jeden KISS-Fan. Denn von Simmons eher überschaubarem Solowerk gab es eher wenig zu hören. Streng genommen war dies ausschließlich „Radioactive“ von der 1977er Solo-Premiere. Dafür gab es aber allerlei KISS-Klassiker – und noch viel interessanter – reichlich in der Bandgeschichte verschollenen Juwelen. Und auch bisher ungehörte Neuentdeckungen. So etwa das nur auf Simmons tausende Dollar teure „The Vault“-Box erhältliche „Are You Ready“. Die schon 1999 geschriebene Mitgröl-Nummer, die es aus unerfindlichen Gründen auf keine KISS-Scheibe geschafft hat, kam unmittelbar nach der gesetzten Eröffnungsnummer „Deuce“ zur Aufführung. In weiteren Verlauf wühlte sich Simmons mit seiner vorzüglichen Begleitband durch die Bandgeschichte und förderte allerlei verloren geglaubte Fundstücke zu Tage, etwa „She's so European“, „War Machine“ von der vielfach unterschätzen „Creatures of the Night“-Scheibe zu Tage. Gegeben wurde aber auch „I“ vom vielen Anhängern verhassten „Songs from The Elder“-Flop oder der ultimativen Bösewicht-Song „Unholy“ von „Revenge“.

Ansonsten sang Herr Simmons im Gegensatz zum nur noch krächzenden KISS-Kollegen Stanley noch immer ausgesprochen kraftvoll. Und er gab natürlich den Rockstar: Scheinbar festgewachsenen Sonnenbrille, hüfthohe portable Klimaanlagen am Bühnenrand, große Geste gegenüber der Anhängerschaft. So durfte ein Mädelschor bei "Do you love me" auf der Bühne assistieren. Eine der Damen wurde dann noch als Leadsängerin für das folgende "I was made for loving you" verpflichtet. Die hatte nicht nur Genes Demon-Make up angelegt, sondern hörte auch noch auf den schönen Namen Gina... und schlug sich wirklich beachtlich. Für das Finale „Rock ’n‘ Roll All Nite“ holte Meister Simmons dann nochmal dutzende Fans als Hardrock-Version der Fischer-Chöre auf die Bühne. Unter anderem durfte Ruhrpott-Rocker Andy Brings euphorisch am Mikro hüpfend mit trällern. Im Vorprogramm hatten die britischen Rocker THUNDER (Bilderstrecke unten) gezeigt, dass sie in der Lage sind, um ein zunächst leicht teilnahmslosen Publikum mit Knaller wie „Dirty Love“, „Love Walked in“ oder neuen Nummern wie „Wonder Days“ zu holen. Tolle Band. THE BREW spielten ebenfalls hervorragend auf, hatten es mit ihrem LED ZEP-geschwängerten Retrorock aber deutlich schwerer.Insgesamt tolle Geburtstagsfeier. Auf die nächsten 10 Jahre ROCKS. -nhs