CD & DVD-REVIEWS:

AMON AMARTH - The Pursuit Of Vikings

Die schwedischen Metal-Wikinger AMON AMARTH liefern dieser Tage eine Live-Vollbedienung der Extraklasse, wie man HIER nachlesen kann.

SLASH - Living The Dream

Mit „Living The Dream” hat Slash sein viertes Soloalbum und das dritte mit seinen Sänger Myles Kennedy am Start. Was davon zu halten ist steht HIER.

Alice Cooper - At The Olympia

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

ALCATRAZZ - Live In Japan 1984

Anfang 1984 tourte ex-RAINBOW und MSG-Röhre Graham Bonnet mit seiner Truppe ALCATRAZZ durch Japan. Im Schlepptau  Yngwie J. Malmsteen. Die Show aus dem Nakano Sun Plaza wird nun erweitert und überarbeitet wiederveröffentlicht. Lohnende Anschaffung, findet unser Rezensent.

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

BILDERSTRECKE:

MICHAEL SCHENKER feiert ein Fest in OB

Gitarrenikone Michael Schenker lieferte am 1. November in der Oberhausener Turbohalle eine grandiose Show im XXL-Format. Mit Doogie White, Gary Barden, Robin McAuley und Graham Bonnett waren gleich vier Sänger aus den verschiedenen MSG-Inkarnationen dabei. Ted McKenna am Schlagzeug, Steve Mann an der zweiten Gitarre und den Keyboards sowie Bassmann Chris Glen kennt man ebenfalls von alten MSG-Scheiben. Umwerfender Auftritt. Allerdings sorgte Schenker selber trotz tadellosen Spiels für den ein oder anderen Misston am Rande.

Eher überraschend starte das Gastspiel. Meister Schenker betrat die Bühne und erläuterte dem überraschten Auditorium zunächst, dass er sich von seiner Ex-Band SCORPIONS im allgemeinen und Bruder Rudolf im Besonderen nicht angemessen behandelt fühlt. Sein kompositorischer Beitrag zur SCORPIONS-Platte „Lovedrive” (das war wohlgemerkt 1979) sei nicht ordnungsgemäß ausgewiesen worden, so etwa das Intro zum Balladenhit “Holiday”. Und eben mit dem, und nicht mit einem MSG-Gassenhauer, begann das Gastspiel, Gesungen zum Teil von Michael Schenker selbst. Musikalisch schon ganz OK, aber irritierend.

Im Verlauf des Abends arbeitete er sich konsequent durch sein musikalisches Vorleben: Barden, Bonnet, White und McAuley servierten gemeinsam eine krachende Fassung von UFOs „Doctor Doctor“, bevor sie Doogie White für einige Songs die Bühne überließen. Der TEMPLE OF ROCK-Fronter servierte in Bestform unter anderem „Vigilante Man“ und mit „Take Me to the Church“ die erste Nummer von aktuellen MICHAEL SCHENKER FEST-Studio Debüt. Wirklich stark.

Im weiteren Spielgeschehen wechselten sich die vier Sänger mit erkennbarem Spaß ab und ergänzten sich. So gab Graham Bonnet mit MSG-Knallern wie „Desert Song“ oder „Assault Attack“ einen Beweis seiner Fähigkeiten, Gary Barden trällerte unter anderem „Ready to Rock“ und zusammen mit McAuley „Attack of the Mad Axeman“, während letzterer McAuley mit „Bad Boys“ nur einen Songs aus „seiner“ MSG-Phase platzieren konnte, dafür aber u.a. mit „Shoot Shoot“ von UFO und „Heart and Soul“ vom MICHAEL SCHENKER FEST-Album entschädigt wurde.

Bei „Warrior“, der mit Abstand stärksten Nummer der aktuellen Scheibe, vereinigten die vier Goldkehlchen dann auf beeindruckende Art ihre Stimmgewalt.

Zwischendrin brillierte der über weite Strecken breit grinsende Schenker selbst mit ein paar Instrumentalnummern wie „Into the Arena“ oder dem SCORPIONS-Klassiker „Coast to Coast“. Letzteren nicht, ohne noch ein paar Unfreundlichkeiten über seinen Bruder loszuwerden.

Beim Finale zogen dann Barden, Bonnet, McAuley und White bei den UFO-Glanzstücken „Rock Bottom“ sowie „Lights Out“ stimmlich alle Register. Starker Abend. -nhs

 

DAS WURDE GEGEBEN:

Holiday (SCORPIONS)

Barden, Bonnet,& McAuley:

Doctor Doctor (UFO)

Doogie White Set:

Vigilante Man (TEMPLE OF ROCK)

Lord of the Lost and Lonely (TEMPLE OF ROCK)

Take Me to the Church (MICHAEL SCHENKER FEST)

Before the Devil Knows You're Dead (TEMPLE OF ROCK)

Natural Thing (UFO)

Captain Nemo (MSG)

Graham Bonnet Set:

Dancer (MSG)

Searching for a Reason (MSG)

Desert Song (MSG)

Night Moods (MSG)

Assault Attack (MSG)

Coast to Coast (SCORPIONS)

 

Gary Barden Set:

Ready to Rock (MSG)

Attack of the Mad Axeman (MSG, Barden & McAuley)

Rock My Nights Away (MSG)

Messin' Around (MICHAEL SCHENKER FEST)

Armed and Ready (MSG)

Barden, Bonnet, McAuley & White:

Warrior (MICHAEL SCHENKER FEST)

Into the Arena (MSG)

Robin McAuley Set:

Bad Boys (MSG)

Shoot Shoot (UFO)

Heart and Soul (MICHAEL SCHENKER FEST)

Only You Can Rock Me (UFO)

Too Hot to Handle (UFO)

Barden, Bonnet, McAuley & White:

Rock Bottom (UFO)

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Lights Out (UFO)