CD & DVD-REVIEWS:

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

AIRBOURNE – Boneshaker

Die Australier AIRBOURNE melden sich mit Album Nr. 4 zurück. Und „Boneshaker“ lässt tatsächlich Wand und Gerippe erzittern, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker – Weltenbrand

Konstantin Wecker kommt aktuell mit großem Besteck. Beim „Weltenbrand“ begleiten ihn die Bayerischen Philharmonie. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

BILDERSTRECKE:

Ruhrpott Metal Meeting 2018 in der Turbohalle

Eine gehörige Krawall-Schlagseite hatte das diesjährige Ruhrpott-Metal-Meeting. Im zünftigen Ambiente der Oberhausener Turbinenhalle lärmten vor allem Thrash- und Black-Metal-Kapellen, sehr zur Freude der vielen Zuhörer, die sich die Gehörgänge am zweiten Adventswochenende mal so richtig durchpusten lassen wollten. Das Gaspedal so richtig durch traten die Bay-Area-Thrasher von Death Angel, die die Bühne nach einem rasanten Ritt durch ihre Uptempo-Repertoire frei machten für die Lokalmatadoren von Sodom, die in neuer Besetzung mit nun zwei Gitarristen für ordentlich Radau sorgten. Die Meute feierte ausgiebig die Rückkehr von Ur-Gitarrist Frank Blackfire, mit der Frontmann Tom Angelripper seiner Ruhrpott-Kultband eine Frischzellenkur verpassen konnte. So darf man erwarten, dass Klassikern wie „Sodomy and lust“ und „Agent Orange“ demnächst weitere Thrashhymnen an die Seite gestellt werden. Beim Tempo noch einmal eine Schüppe drauf legten im Anschluss Exodus, die zweite Bay-Area-Formation an diesem Abend, deren Sänger Zetro Souza aber nicht seinen besten Tag hatte. Dennoch ging es vor der Bühne gut ab. Zum Abschluss des ersten Abends wurde es dann richtig finster. Mit Venom heizten die Gründer des Black Metal dem Saal ordentlich ein, und das nicht nur im übertragenen Sinn: die bandtypischen Pyros wurden zu Krachern wie „Black Metal“, „Buried alive“, „Countess Bathory“ und „Don’t burn the witch“ nur auf Sparflamme abgebrannt. Dafür können Conrad „Cronos“ Lant und seine neuen Konsorten aber inzwischen richtig spielen, und vor der Bühne ging es gut ab.

Eine sichere Bank sind die sympathischen Niederrheiner von Motorjesus, die allerdings am zweiten Tag schon nachmittags als erste auf die Bühne mussten. Für viele Ruhrpottmetaller war das offenbar noch zu früh, dennoch gaben Motorjupp mächtig Gas und gaben auch auch ein paar Stücke von ihrem neuen Dreher „Race to Resurrection“ zum Besten. So richtig drehten später die Spaß-Thrasher von Tankard auf. Zu Alko-Pops wie „The morning after“ und „Chemical invasion“ drehten die Metalheads im Circle-Pit vor der Bühne mal so richtig durch. Einen routinierten Gig lieferten anschließend D-A-D aus Dänemark ab. Fronter Jesper Binzer bewies einmal mehr Entertainer-Qualitäten. Er hüpfte in den Graben und forderte vom Publikum „Liebe“ für seinen Schlagzeuger Laust Sonne ein. Eine Augenweide war einmal mehr Stig Petersen, der diesmal in einer Art rosa Strampelanzug seine zweiseitigen Phantasiebässe bearbeitete. Geschmackssacke sind sicherlich die Spar-Rocker von Alestorm, die im Line-up deutlich zu weit oben standen. Wer drauf steht … So richtig abräumen konnten zu guter Letzt Children of Bodom mit ihrem sehr technischen Thrash, aber mit Topsound und cooler Lichtshow. Für die Freunde des Düsterrocks spielten auf der „Flöz Stage“ nebenan unter anderem Lacuna Coil und Dark Tranquillity.  – Onkel Hotte