CD & DVD-REVIEWS:

MOTÖRHEAD – "1979"-Sets

Die MOTÖRHEAD-Nachlass- verwalter haben nochmal in ihren Archiven gekramt und hauen ein richtig dickes Ding raus. Genau genommen drei dicke Dinger, die das Jahr 1979 umfänglich reflektieren, wie man HIER lesen kann.

AIRBOURNE – Boneshaker

Die Australier AIRBOURNE melden sich mit Album Nr. 4 zurück. Und „Boneshaker“ lässt tatsächlich Wand und Gerippe erzittern, findet unser Rezensent.

Konstantin Wecker – Weltenbrand

Konstantin Wecker kommt aktuell mit großem Besteck. Beim „Weltenbrand“ begleiten ihn die Bayerischen Philharmonie. Beeindruckend, findet unser Rezensent.

GOV'T MULE - Bring On The Music

 

Gov’t Mule sind vor allem eine Live-Band. Und so ist es durchaus logisch, dass sie

das 25. Bandjubiläum mit einem neuen Live-Dokument feiern. Und das sehr gekonnt, wie man HIER lesen kann.

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

BILDERSTRECKE:

SAXON & Co in der Turbohalle

SAXON ziehen immer noch. Zumindest war die große Turbinenhalle in Oberhausen am 22. September sehr ordentlich gefüllt, als Biff Byfford und sein Begleitensemble mit der Titelnummer ihrer aktuellen Scheibe „Thunderbolt“ loslegten. Und es lag SAXON offenbar am Herzen, dem Auditorium diese Scheibe nochmal nachhaltig zu empfehlen. Rund ein halbes Dutzend der Songs von diesem Liedreigen schafften es in die Setlist. Auch wenn die Scheibe kommerziell extrem erfolgreich ist, war der Niveau-Unterschied zu Klassikern wie „Motorcycle Man“ oder „Strong Arm of the Law“ unübersehbar. Neben dem aktuellen Werk wurden vor allem Gassenhauer aus den ersten Jahren der Band geboten: Ein SAXON-Konzert ohne „Princess of the Night oder „Denim and Leather“ ist schließlich undenkbar. Abgesehen von der „Thunderbolt“-Scheibe fehlte Material neueren Datums bis auch wenige Ausnahmen. Aus gutem Grund. Seit Jahren hat man das Gefühl, dass SAXON immer mit demselben Song-Baukasten arbeiten. Die Chancen stehen gut, dass die Songs von „Thunderbolt“ auf kommenden Tourneen auch in der Versenkung verschwinden, denn auch sind dem gleichen Baukasten entnommen.

Als Live-Band sind SAXON aber voll auf der Höhe. Tight, dynamisch und etwas unterkühlt hämmerten sie den Anhängern Song um Song in den Gehörgang.

Dass es noch deutlich leidenschaftlicher geht, hatten die Genre-Kollegen RAVEN als Opener unter Beweis gestellt. Das Trio der Gallagher-Brüder zog alle Register. Da konnte man gut über manchen eher durchschnittlichen Song und das etwas anstrengende Organ von Sänger John Gallagher gut hinwegsehen. RAVEN sind einfach 200 % authentisch, wo SAXON etwas zu cool agieren.

Die erst kurzfristig ins Programm gerutschten FM lieferten handwerklich erstklassigen AOR im Stil der 80er. SURVIVOR oder JOURNEY haben hier 8etwas zu) tiefe Spuren überlassen. Sehr gut gespielt und gesungen, aber irgendwie etwas gesichtslos. Insgesamt aber ein sehr rundes Paket. Daumen hoch! -nhs