CD & DVD-REVIEWS:

AMON AMARTH - The Pursuit Of Vikings

Die schwedischen Metal-Wikinger AMON AMARTH liefern dieser Tage eine Live-Vollbedienung der Extraklasse, wie man HIER nachlesen kann.

SLASH - Living The Dream

Mit „Living The Dream” hat Slash sein viertes Soloalbum und das dritte mit seinen Sänger Myles Kennedy am Start. Was davon zu halten ist steht HIER.

Alice Cooper - At The Olympia

Im vergangenen Jahr hat Schock-Rocker-Opa Alice Cooper mit dem Studioalbum „Paranormal" ja noch unter Beweis gestellt, dass er noch nicht reif für die Rente ist. Jetzt überzeugt er noch mit einem Doppel-Live-Dokument vom Tour-Finale.

ALCATRAZZ - Live In Japan 1984

Anfang 1984 tourte ex-RAINBOW und MSG-Röhre Graham Bonnet mit seiner Truppe ALCATRAZZ durch Japan. Im Schlepptau  Yngwie J. Malmsteen. Die Show aus dem Nakano Sun Plaza wird nun erweitert und überarbeitet wiederveröffentlicht. Lohnende Anschaffung, findet unser Rezensent.

URIAH HEEP - Living The Dream

Andere Rock-Dinos nehmen die Rockerrente in den Blick, URIAH HEEP legen mit „Living The Dream“ Studioalbum Nr. 25 (!) vor - und klingen dabei so gar nicht nach Rentnerband.

BILDERSTRECKE:

SAXON & Co in der Turbohalle

SAXON ziehen immer noch. Zumindest war die große Turbinenhalle in Oberhausen am 22. September sehr ordentlich gefüllt, als Biff Byfford und sein Begleitensemble mit der Titelnummer ihrer aktuellen Scheibe „Thunderbolt“ loslegten. Und es lag SAXON offenbar am Herzen, dem Auditorium diese Scheibe nochmal nachhaltig zu empfehlen. Rund ein halbes Dutzend der Songs von diesem Liedreigen schafften es in die Setlist. Auch wenn die Scheibe kommerziell extrem erfolgreich ist, war der Niveau-Unterschied zu Klassikern wie „Motorcycle Man“ oder „Strong Arm of the Law“ unübersehbar. Neben dem aktuellen Werk wurden vor allem Gassenhauer aus den ersten Jahren der Band geboten: Ein SAXON-Konzert ohne „Princess of the Night oder „Denim and Leather“ ist schließlich undenkbar. Abgesehen von der „Thunderbolt“-Scheibe fehlte Material neueren Datums bis auch wenige Ausnahmen. Aus gutem Grund. Seit Jahren hat man das Gefühl, dass SAXON immer mit demselben Song-Baukasten arbeiten. Die Chancen stehen gut, dass die Songs von „Thunderbolt“ auf kommenden Tourneen auch in der Versenkung verschwinden, denn auch sind dem gleichen Baukasten entnommen.

Als Live-Band sind SAXON aber voll auf der Höhe. Tight, dynamisch und etwas unterkühlt hämmerten sie den Anhängern Song um Song in den Gehörgang.

Dass es noch deutlich leidenschaftlicher geht, hatten die Genre-Kollegen RAVEN als Opener unter Beweis gestellt. Das Trio der Gallagher-Brüder zog alle Register. Da konnte man gut über manchen eher durchschnittlichen Song und das etwas anstrengende Organ von Sänger John Gallagher gut hinwegsehen. RAVEN sind einfach 200 % authentisch, wo SAXON etwas zu cool agieren.

Die erst kurzfristig ins Programm gerutschten FM lieferten handwerklich erstklassigen AOR im Stil der 80er. SURVIVOR oder JOURNEY haben hier 8etwas zu) tiefe Spuren überlassen. Sehr gut gespielt und gesungen, aber irgendwie etwas gesichtslos. Insgesamt aber ein sehr rundes Paket. Daumen hoch! -nhs