CD & DVD-REVIEWS:

D-A-D – A Prayer For The Loud

Satte acht Jahre lang haben uns D-A-D auf eine neue Studioscheibe warten lassen. Ob sich das Warten gelohnt hat, steht HIER.

WHITESNAKE - Flesh & Blood

David Coverdale ist bekanntlich auch schon 67 Lenze alt und marschiert inzwischen auf künstlichen Knien auf die Bühnen dieser Welt. Dennoch überrascht der alte Herr unseren Rezensenten auf „Flesh & Blood” ausgesprochen positiv.

KISS - KISSWORLD

Die Gruselrock-Veteranen und Marketing-Cracks setzen dieser Tage zur letzten Runde an. Auf ihrer „End of The Road“-Tour und mit der neuen (neuigkeitsfreien) Kompilation „KISSWORLD“, wie man HIER lesen kann.

Yngwie Malmsteen – Blue Lightning

Mit seinem neuen Album „Blue Lightning“ widmet sich Yngwie Malmsteen diesmal dem Blues. Oder zumindest das, was er dafür hält – und scheitert dabei grandios, findet zumindest unser Rezensent.

Robin Trower - Coming Closer To The Day

Die britische Blues(Rock) Legende Robin Trower liefert mit „Coming Closer To The Day“ auch mit 74 Lenzen noch immer kreativ ab, findet unser Rezensent.

BILDERSTRECKE: Endzeit-Festival '19

Kein Ende in Sicht

Wo soll ich anfangen, über ein Festival zu schreiben, das etwas absolut Besonderes war. Vielleicht damit, dass ein gewisser Jürgen „Ventor“ Reil als Drumtech gewirkt hat. Richtig, der Drummer von Deutschlands unumstrittener Thrash-Metal Band Nummer eins ist sich nicht zu schade dafür, seinem Freund Peppi „Grave Violator“ Dominik zu helfen, ein wirklich geiles Festival auf die Beine zu stellen. Natürlich ist es umso besser, wenn es u.a. der eigene Sohn ist, dem man da die Schießbude richtig hinstellt. Jerome Reil, der seit gut einem Jahr bei THE VERY END den Takt vorgibt, ist heute Abend mit einer anderen Band da: die jungen Wilden von DESTROY THEM liefern einen beeindruckenden Gig voller Spielfreude ab. Power und jugendliche Unbeschwertheit sorgen dafür, dass das Quartett aus Essen die Kaue der Zeche Carl im Sturm erobert hat. Ohne die Leistung der Jungs schmälern zu wollen: so schwer war das nicht, weil DECAPTACON den Boden sehr gut bereitet haben. Melodic Death Metal mit drei Gitarren, Metalerherz, was willst Du mehr? Da die musikalischen Qualitäten der Jungs mittlerweile bekannt sind, war die Halle bereits bei der ersten Band des Abends sehr gut gefüllt. Und die Stimmung war vom ersten Riff an super, Band und Fans, alle hatten Bock auf einen weiteren legendären Metal Abend in der Zeche Carl. Und so hatten auch TRAITOR aus Ballingen leichtes Spiel. Zumindest hatte es für mich den Anschein. Aufgrund der vielen netten Gespräche in der familiären Atmosphäre habe ich den halben Auftritt der neuen deutschen Thrash Hoffnung verpasst. Als ich dann endlich in der Halle war, erblickte ich eine komplett gefüllte Bühne: die Hälfte der anwesenden Metalheads stand mit TRAITOR auf der Bühne und gemeinsam mit der Band feierten sie eine Riesenparty. Fotografieren war unmöglich, da die andere Hälfte der Fans in der Kaue einen riesigen Moshpit gebildet haben, der alles umgewälzt hat, was ihm im Wege stand. Die Stimmung ist also auf dem Höhepunkt, als mit DESASTER der Hauptact des Abends die Bühne betritt. Deren Wurzeln reichen bis ins Jahr 1988 zurück und wer sie seitdem kennt, wird aus jeder Schaffensphase Songs erkannt haben. Trotz einer ca. 10-minütigen Zwangspause aufgrund technischer Probleme, runden DESASTER das Endzeit-Festival würdig ab. Bemerkenswert ist, dass es wirklich gar nichts zu motzen gibt, solange man auch nach einem Haar in der Suppe sucht. Es gibt auch keine Band, die man an diesem Abend herausheben kann. Es war ein rundes Ding, alle vier Bands haben amtlich geliefert und alle sind Gewinner. Logischerweise trifft das dann auch auf´s Publikum zu – alle glücklich und zufrieden. Und was ist eigentlich mit dem Veranstalter des Abends? Sagen wir mal so, wann immer man ihn gesehen hat, kam von seiner Seite ein: „Geil, oder?“, „Super, oder?“, „Hammer, oder?“, „Komm, wir nehmen noch nen Koppkiller.“ Wenn der Grave Violator zufrieden ist, dann dürfen es alle anderen auch sein. -MaRe