CD & DVD-REVIEWS:

MR. BIG – Defying Gravity

Die US-Zockertruppe MR. BIG meldet sich mal wieder zu Wort. Bei „Defying Gravity“ bleibt sie aber unter ihren Möglichkeiten. Nicht spielerisch, aber kompositorisch, stellt unser Rezensent fest.

BLIND GUARDIAN - Live Beyond The Spheres

Haben Hansi Kürsch und Co mit mit „Live Beyond The Spheres“ ein gutes Live-Album raus gehauen? Nein, findet unser Rezensent. Es ist ein Meilenstein!

ACCEPT – „The Rise Of Chaos“

ACCEPT haben die vierte Langrille mit Sänger Mark Tornillo am Start. „The Rise Of Chaos“ist eine gute, aber keine überragende Scheibe, befindet unser Rezensent HIER:

Joe Bonamassa - Live At Carnegie Hall

Joe Bonamassa serviert (mal wieder) ne Live-Scheibe. Diesmal ohne Strom., wie HIER zu lesen ist.

DEAD MEMORY – Welcome To My Fairytale

Die Essener Rocker DEAD MEMORY legen mit „Welcome To My Fairytale“ ist ein richtig gutes Rockalbum vor - finanziert per Crowdfundig. Hat sich gelohnt, findet unser Rezensent.

TEST:

Streaming-Dienste - Mucke bis der Arzt kommt

Inzwischen tummeln sich eine ganze Reihe Anbieter auf dem Markt für Musik-Streaming-Dienste. Wir vergleichen kurz drei Platzhirsche:  Napster, Simfy und Spotify.

 

Napster ist zweifelsfrei der Opa unter den Musikdiensten: Dereinst als File-Sharing-Programm gestartet, hat man sich inzwischen auf ein legales Abo-Angebot verlegt und gehört zum US-Streaming-Veteranen Rhapsody. Das brachte unter anderem eine runderneuerte App. Die gibt es für den PC genauso wie für iOS und Android, wenn sie auch nicht ganz bugfrei ist. Napster bietet abgestufte Abo-Varianten an. Eine bietet gegenüber den anderen Diensten einen unschlagbaren Vorteil: Altkunden können noch ihren alten DRM-fähigen MP3-Player nutzen und darauf geschützte WMA-Dateien herunterladen. Das wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas altbacken, bietet aber auch große Vorteile: Man kann seinen zwar ein paar Jahre alten, aber noch voll funktionsfähigen Player weiter nutzen. Eine Integration in Audiosysteme wie Sonos gibt es auch. Der Napster-Katalog ist nominal nicht so groß wie der der Konkurrenz (18 Millionen Songs), hat aber einen durchaus attraktiven Aspekt: Es gibt tausende, auch neuer Hörbücher.

Da hat die Konkurrenz Vergleichbares nicht zu bieten, wenn auch inzwischen in dem Bereich etwas nachgerüstet wurde. Die Mitbewerber warten aber mit anderen Vorteilen auf. Zum Beispiel mit einer Gratis-Variante wie bei Spotify. Den Dienst kann man auch für lau nutzten – zumindest am stationären Rechner, mit Werbe- unterbrechungen zwischen den Songs und mit deutlich herabgesetzter Sound-Qualität. Wer volle Soundqualität und Werbefreiheit will, muss maximal 9,99€ zahlen. Dafür kann man dann auch Daten aus dem weltweit 20 Millionen Songs umfassenden Katalog offline auf dem PC, dem Mobiltelefon oder seinem Tablett verfügbar machen. Die Spotify-Software ist in allen Varianten (unter anderem PC, iOS, Blackberry und Android) schick und gut aufgeräumt. Geschmacksache ist die enge Verknüpfung mit Facebook. Toll ist allerdings die Möglichkeit, öffentliche Playlisten zu erstellen und auch der ganzen Welt über die Gratis-Variante von Spotify verfügbar zu machen. Etwas umstritten ist das Bündnis von Spotify und Deutscher Telekom, die ein Paketangebot für Datenflatrate und Musikdienst machen. Das könnte Konkurrenten ausbremsen.

Simfy ist in vielerlei Hinsicht Spotify ähnlich: Software-Plattformen, Integration auch in Audiosysteme wie Sonos, Preisgestaltung. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass es keinen Gratisangebot gibt, das den Zugriff auf den ganzen, 20 Millionen Songs umfassenden Katalog ermöglicht. Für Lau gibt es nach einem 14-Tage-Testzeitraum nur 30 Sekunden-Schnipsen der Songs. Die  Oberfläche ist etwas übersichtlicher als bei Spotify. -nhs