CD & DVD-REVIEWS:

MR. BIG – Defying Gravity

Die US-Zockertruppe MR. BIG meldet sich mal wieder zu Wort. Bei „Defying Gravity“ bleibt sie aber unter ihren Möglichkeiten. Nicht spielerisch, aber kompositorisch, stellt unser Rezensent fest.

BLIND GUARDIAN - Live Beyond The Spheres

Haben Hansi Kürsch und Co mit mit „Live Beyond The Spheres“ ein gutes Live-Album raus gehauen? Nein, findet unser Rezensent. Es ist ein Meilenstein!

ACCEPT – „The Rise Of Chaos“

ACCEPT haben die vierte Langrille mit Sänger Mark Tornillo am Start. „The Rise Of Chaos“ist eine gute, aber keine überragende Scheibe, befindet unser Rezensent HIER:

Joe Bonamassa - Live At Carnegie Hall

Joe Bonamassa serviert (mal wieder) ne Live-Scheibe. Diesmal ohne Strom., wie HIER zu lesen ist.

DEAD MEMORY – Welcome To My Fairytale

Die Essener Rocker DEAD MEMORY legen mit „Welcome To My Fairytale“ ist ein richtig gutes Rockalbum vor - finanziert per Crowdfundig. Hat sich gelohnt, findet unser Rezensent.

NACHRUF: Chester Bennington

Trauer um LINKIN PARK-Sänger

Chester Bennington 2014 bei Rock im Park. Foto: Stefan Brending /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34235784
Chester Bennington 2014 bei Rock im Park. Foto: Stefan Brending /, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34235784

Nun gehört also auch Chester Bennington (20.3.1976 – 20.7.2017) () in den Kreis der Rockmusiker, die ihr Leben eigenhändig beendet haben. Er gehört in den erlauchten Kreis derjenigen, die für den Außenstehenden doch alles haben: Ruhm, Geld, Anerkennung. Er hat es nach ganz oben geschafft, mit seiner Band LINKIN PARK Maßstäbe im Bereich des Nu Metal gesetzt und erreicht, was sich die meisten nur erträumen können. Das Debüt von LINKIN PARK, „Hybrid Theorie“, verkaufte sich 24 Millionen mal und die Band wurde über Nacht zur ganz großen Nummer. Der Beginn einer beeindruckenden Karriere. Chester stand auf der Sonnenseite des Lebens – zumindest dem äußeren Schein nach. Doch er war ein Getriebener, einer mit der berühmten schlimmen Kindheit. Sexueller Missbrauch im Kindesalter, Scheidung der Eltern, keinen Bezug zu beiden Elternteilen, ein Paradebeispiel für einen „Broken Home“- Jugendlichen. Er bekam früh Kontakt zu harten Drogen und hatte den Umgang mit ihnen immer nur zeitweise im Griff. Das Besondere an seiner Geschichte ist, dass er keinen kriminellen Weg eingeschlagen hat, sondern den kreativen Weg gewählt hat, um seine Erlebnisse zu kanalisieren und zu verarbeiten. Neben der Musik malte er auch sehr viel und durchaus mit Talent. Doch auch, wenn kreative und empfindsame Menschen ihre Dämonen mit Hilfe ihrer Kunst oftmals im Zaum halten können, manchmal gewinnen diese doch die Oberhand. Chester Bennington hat versucht sich mit seiner Kunst zu therapieren, in vielen Songs geht es um (enttäuschtes) Vertrauen, Verzweiflung, Einsamkeit. Der Erfolg seiner Selbsttherapie war nur ein bedingter. Die Depressionen beherrschten ihn und sein Leben immer mehr. In einem Interview mit der einer großen deutschen Boulevardzeitung sprach er über viele Schicksalsschläge. Dabei äußerte er auch, dass er manchmal kein Mensch mehr sein wolle, eine Aussage, die sämtliche Alarmglocken schellen lässt. Es ist müßig darüber zu sinnieren, warum jemand, der im Leben doch alles erreicht hat, sich nicht darüber freuen kann. Depression ist eine Krankheit, die für nicht betroffene kaum nachvollziehbar ist. Eine Krankheit, die Menschen so sehr verzweifeln lässt, dass ihnen nur ein Ausweg aus dieser Verzweiflung möglich erscheint. Und die sogar den Halt einer Ehefrau und von sechs Kindern vergessen lässt. Und auch den von Millionen Fans. Denn wenn der Applaus verebbt ist, scheint der Sturz in die Einsamkeit nur umso tiefer zu sein. Den Zurückgebliebenen bleibt dann nur die Fassungslosigkeit.

R.I.P. Chester! Thank you for the music. -Markus Renner

KONZERTTIPP:

Harte Kost für Lau – das Nord Open Air 2017

Beim Nord Open Air in Essen gibt es am Wochenende vom 28. bis 30. Juli wieder ordentlich auf die Ohren - und das für lau. Mit dabei unter anderem DEATH ANGEL, ANNIHILATOR, -

PRONG -, MOTORJESUS, DEAD LORD, HARDCORE SUPERSTAR, ENTOMBED A.D., NITROGODS UND SKINDRED wie man HIER nachlesen kann.

AUS DER DUNKELKAMMER:

Auf die Zwölf: ROCK HARD Festival 2017

IM BLICKPUNKT: DEEP PURPLE

Ein unendlicher Abschied?

Die britischen Rock-Veteranen DEEP PURPLE legen mit “inFinite” noch einmal eine neue Scheibe vor - und zwar keine Schlechte, wie unsere Rezensent feststellt. Gleichzeitig gehen die älteren Herrschaften unter dem vieldeutigen Titel „The Long Goodbye Tour“ auf eine den Globus umspannende Gastspielreise. Wird das die letzte sein? Darauf wollten sich Roger Glover und Ian Paice - Bassist und Schlagzeuger der Hardrock-Dinos - im Interview nicht festlegen. Sie plauderten tiefenentspannt über aufhören oder nicht aufhören, die Anstrengungen mehrjähriger Welttourneen und den ersten Film, den es über die Entstehung eines DEEP PURPLE-Albums gibt. Unter dem Titel „From Here To inFinite“ hat nämlich Filmemacher Craig Hooper das Werden der neuen Scheibe minutiös nachgezeichnet. Wirklich lohnende Einblicke in Band-Interna, wie unser Rezensent meint. Während Glover und Paice gerade mächtig die Werbetrommel für die neue Scheibe rühren, ist DEEP PURPLE-Tastenmann Don Airey lieber solistisch unterwegs. Auch ihm statten wir bei seinem formidablen Gastspiel in der Zeche Bochum einen Besuch ab, wie man HIER sehen kann. -nhs

DEEP PURPLE unterwegs:

 

06.06. Köln, Lanxess-Arena

07.06. Dortmund, Westfalenhalle 1

09.06. Leipzig, Arena Leipzig

10.06. Frankfurt, Festhalle Frankfurt

13.06. Berlin, Mercedes-Benz-Arena

14.06. Stuttgart, H-M-Schleyer-Halle


IM GESPRÄCH: Andy Brings

Dreck fressen für den Rock N' Roll

Es läuft für Andy Brings. Das Debütalbum „Die For Rock N´Roll“ seiner Band DOUBLE CRUSH SYNDROME“ ist von 0 auf 48 in die deutschen Albumcharts eingestiegen, die Tour, die eine kurze Pause über die Ostertage einlegt und am 18. April in Düsseldorf weiter geführt wird, läuft gut, mit seinem neuen Label ist er auch zufrieden. Warum das Debüt eigentlich kein Debüt ist und was es mit Thrash-Metal - Splittergruppen auf sich hat, erklärt er uns im Interview.